Exkursion der SoWi-Kurse 9
Im Rahmen der SoWi-Kurse der Klassen 9 haben wir gemeinsam mit Herrn Gök und Frau Herzig vom 08. bis 12. Juni 2026 eine spannende Studienfahrt nach Straßburg unternommen. Da wir uns im Unterricht bereits mit den Themen Europa, Demokratie und Geschichte beschäftigt hatten, konnten wir viele der Themen vor Ort noch besser verstehen. Auf dem Hinweg besuchten wir das Hambacher Schloss. Dort bekamen wir eine interessante Führung und erfuhren viel über die Geschichte der deutschen Demokratie. Es war spannend zu sehen, welche Bedeutung das Schloss für die Freiheitsbewegung und die Entwicklung demokratischer Rechte hatte.
Am zweiten Tag stand zunächst eine Stadtrundfahrt durch Straßburg auf dem Programm. Unsere Stadtführerin war sehr freundlich und hat die Führung von Anfang an spannend gestaltet. Gleich zu Beginn sagte sie uns, dass wir heute nicht einfach nur eine Stadt besichtigen würden, sondern eine kleine Zeitreise durch die Geschichte machen. Dadurch waren wir direkt neugierig. Zunächst erkundeten wir einige wichtige Orte mit dem Bus, bevor wir weitere Sehenswürdigkeiten zu Fuß besichtigten. Diese Kombination machte es einfacher, einen guten Überblick über die Stadt zu bekommen. Wahrend der Rundfahrt erfuhren wir viele interessante Fakten über Straßburg und seine besondere Bedeutung für Europa. Besonders aufgefallen sind uns die vielen Störche, die als Wahrzeichen des Elsass gelten. Durch die Geschichten und Erklärungen unserer Stadtführerin konnten wir die historische Bedeutung der Stadt viel besser verstehen. Am Nachmittag besichtigten wir das Fort de Mutzig, die Feste Wilhelms II., eine deutsche Befestigungsanlage, die gegen Frankreich ausgerichtet war und das 1871 neu gewonnene „Reichsland“ absichern sollte. Im Rahmen einer, zum großen Teil, unterirdischen Führung wurde uns die Konzeption der Anlage vorgestellt und erklärt, wie 7.000 deutsche Soldaten dort lebten.
Am dritten Tag besuchten wir zunächst die deutsche Kriegsgräberstätte in Niederbronn-les-Bains. Dort haben wir uns mit den Lebensgeschichten von deutschen Soldaten, die im Krieg gestorben sind, auseinandergesetzt. Dadurch konnten wir einen besseren Eindruck davon bekommen, welche Auswirkungen Kriege auf das Leben vieler Menschen haben. Im Anschluss waren wir im Europarat. Dort haben wir erfahren, welche Aufgaben der Europarat hat und wie er sich für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in Europa einsetzt. Besonders interessant war, dass der Europarat nicht zur EU gehört, aber trotzdem viele europäische Länder zusammenbringt und gemeinsame Werte schützt. Am Abend hatten wir außerdem freie Zeit in Straßburg und konnten die Innenstadt selbstständig erkunden und einen Eindruck von der Stadt gewinnen. Besonders schön war die Atmosphäre in den Straßen mit den vielen historischen Gebäuden und kleinen Gassen. Viele von uns nutzten die Zeit, um durch die Stadt zu spazieren, etwas zu essen oder Andenken (z. B. Schlüsselanhänger, Magnete, etc.) zu kaufen. Insgesamt war es eine gute Gelegenheit, Straßburg auch außerhalb des Programms besser kennenzulernen.
Am vierten Tag besuchten wir das Mémorial de l’Alsace Moselle in Schirmeck. Dort haben wir viel über die Geschichte des Elsass gelernt und darüber, wie die Region im Laufe der Zeit zwischen Deutschland und Frankreich wechselte. Anschließend besuchten wir das Europäische Parlament in Straßburg. Besonders beeindruckend waren das große, moderne Gebäude und der Plenarsaal, in dem wichtige politische Entscheidungen getroffen werden. Außerdem haben wir Einblicke in die Arbeit der Abgeordneten bekommen und gesehen, wie sie im Parlament diskutieren, abstimmen und gemeinsam Gesetze für die Europäische Union beschließen. Auch die verschiedenen Schritte im Entscheidungsprozess der EU wurden uns dabei verständlich erklärt.
Abschließend betrachtet war die Kursfahrt nach Straßburg sehr abwechslungsreich und lehrreich. Wir haben viele verschiedene Orte besucht, die uns Europa, die Demokratie und die europäische Geschichte nähergebracht haben. Besonders durch die Besichtigungen vor Ort wurden die Inhalte aus dem Unterricht verständlicher. Außerdem war es interessant zu sehen, wie eng Deutschland und Frankreich historisch miteinander verbunden sind und wie heute europäische Zusammenarbeit funktioniert. Insgesamt war die Fahrt eine spannende Erfahrung, bei der wir viel Neues gelernt haben und viele Eindrücke mitnehmen konnten. Ein weiterer positiver Aspekt war, dass der Kurs durch die gemeinsame Reise auch als Gruppe näher zusammengewachsen ist. Durch die gemeinsame Zeit außerhalb des Unterrichts hat sich das Miteinander verbessert und der Zusammenhalt im Kurs wurde gestärkt.
Maha Omar und Ajsel Shehu
